Kartoffeln

Kartoffeln: Die Ernte

Seit 2008 setzen wir bei der Ernte der Kartoffeln auf das so genannte “zwei-geteilte” Ernteverfahren. Damit waren wir einer der ersten Betriebe im Landkreis Uelzen. Dies bedeutet, dass die Kartoffeln mit einer speziellen Maschine erst aus der Erde herausgeholt und in einen Schwad gelegt werden – dort können die Knollen abtrocknen und ihre Poren (Eintrittspforte für Krankheitserreger) schließen. Dadurch bleiben die empfindlichen Knollen hell in ihrer Schale und sind auch viel besser zu lagern. Anschließend werden die Kartoffeln mit einem Roder, der mit einer Schwadaufnahme ausgestattet ist, aufgenommen und in dafür vorgesehenen Holzkisten abgebunkert. In diesen Kartoffelkisten verbleiben die Knollen, bis sie für den Verkauf aufbereitet werden. Die Lagerung der Kartoffeln ist mit drei Worten zu beschreiben: kühl – trocken – dunkel. Natürlich müssen auch diese drei Ansprüche nahezu täglich kontrolliert und beobachtet werden.  Gerade direkt nach der Ernte ist die Abkühlung der Kartoffeln besonders wichtig. In kühlen Herbstnächten nutzen wir hierzu die natürliche Außenluft. Für den Fall, dass zwischen der Tages- und Nachttemperatur zu wenig Differenz ist, sind unsere Läger mit speziellen Kühlsystemen ausgestattet. Die ersten Tage im Lager sind auch die kritischsten. Passieren bei der Einlagerung oder schon beim Roden Fehler, die nicht rechtzeitig erkannt werden, kann dies für die Gesundheit der Kartoffel und somit für die Lagerfähigkeit schwerwiegende Folgen haben.

Ihre wahre Stärke liegt unter der Schale!

Nehmen wir doch einmal die Kartoffel, so wie die Natur sie geschaffen hat: Sie hat im gekochten Zustand 72 Kilokalorien pro 100 Gramm. Pommes frites haben 267 und die verführerischen Kartoffelchips sogar 565 Kilokalorien. Die Kartoffel ist also kein Dickmacher!

Schauen wir der Kartoffel mal ins Innere:

Ihre Bestandteile (100 g Kartoffeln enthalten):

  • Wasser: 78 g
  • Kohlenhydrate: 16 g
  • Ballaststoffe: 2,1 g
  • Eiweiße: 2,0 g
  • Mineralstoffe: 1,5 g
  • Fette: 0,1 g
  • Ihre Hauptinhaltsstoffe sind Wasser und Stärke. Stärke ist ein sogenanntes langkettiges Kohlenhydrat. Sie wird vom Körper langsam abgebaut. Daher wirkt die Kartoffel LANGE SÄTTIGEND!
  • Vom Eiweiß hat die Kartoffel relativ wenig (nur zwei Prozent), aber dafür von bester Qualität. Durch eine Kombination mit Milchprodukten – denken wir dabei vielleicht an Folienkartoffeln mit Quark – wird die biologische Wertigkeit des Kartoffeleiweißes noch gesteigert. Eiweiß ist wichtig für Muskeln und Organe.
  • Das Fett der Kartoffel muss man suchen. Mit 0,1 Prozent können wir es bedenkenlos unter den Tisch fallen lassen.
  • Sehen lassen können sich dahingegen die Vitamine und Mineralstoffe. Im gekochten Zustand hat die Kartoffel fünfmal soviel Vitamin C pro 100 Gramm wie Weintrauben. Das Vitamin C ist wichtig bei der Bildung von Binde- und Stützgewebe und bei der Wundheilung. Es ist bedeutsam für die Produktion der weißen Blutkörperchen und unterstützt bei der Eisenaufnahme. Es schützt die Zellen vor Radikalen, d. h., es verringert das Krebsrisiko!
  • Bei den Mineralstoffen sind vor allem Kalium und Magnesium zu erwähnen. Sie beeinflussen die Stoffwechselprozesse durch Regulierung biologischer Vorgänge wie Blutgerinnung und Muskelerregung.
  • Von großer Bedeutung für eine gute Verdauung sind ihre Ballaststoffe, diese halten nämlich den Darm in Schwung.

ALSO: RAN AN DIE TOLLE KNOLLE !

Unsere Sorten:

  • Festkochend: Belana & Princess
  • Vorwiegend festkochend: Gala, Milva; Soraya; Wega & Queen Anne
  • Mehligkochend: Lilly
  • ,,Die Rote”: Laura